Skikurs 2020

„Du kannst dir Glück nicht kaufen, aber du kannst Skifahren gehen, und das ist so ziemlich dasselbe.“ T-Shirt-Spruch

Dass Sportunterricht nicht immer in Hallen und auf Plätzen stattfinden muss, er- und überlebten 13 GymnasiastInnen aus Havelberg jüngst beim Skikurs in Speikboden, wo sie lehrplangetreu das Bewegungsfeld „Fahren, Rollen, Gleiten“* absolvierten. Zunächst lernten alle Anfänger, „das Sportgerät selbstständig und variabel bei bewusster Reflexion ausgewählter Bewegungen und Techniken auf dem jeweiligen Medium bei unterschiedlichen Bedingungen wie Untergrund, Gefälle, Steigung, Strömung, Wind, Sonne sicher zu handhaben“, bevor es damit weiterging, „Geschwindigkeiten und Richtungswechsel situativ an(zu)passen und (zu) erleben“. Schon nach wenigen Tagen folgten „ausgewählte Techniken, auch Sprünge und Tricks“, die von einigen fast schon virtuos gehandhabt wurden. „Maßnahmen des Rettens und Bergens“, die leider einige Male ergriffen werden mussten, überließen sie allerdings sicherheitshalber der Bergwacht. Für diejenigen, denen der Schnee nur gute Laune und blaue Flecke bescherte, brachte das Skifahren viele positive Aspekte mit sich. Sowohl Beine als auch Rumpf und verlängerter Rücken wurden gut trainiert, die Balance sicherer und die Fähigkeit, sich ganz und gar auf eine Sache zu konzentrieren, geschult. Die erste Schussfahrt kostete zwar einige Überwindung, aber der Stolz darüber, sich aus seiner Komfortzone begeben und den damit verbundenen Adrenalin-Cocktail genossen zu haben, wirkten geradezu euphorisierend und inspirierten sogar bekennende Nicht-SängerInnen zu musikalischen Einlagen, die beim Apres-Ski nahtlos fortgeführt wurden. Der Skikurs bedankt sich bei dem begleitenden Sportlehrerteam sehr herzlich für den wirklich tollen Unterricht!

*Quelle aller Zitate: Lehrplan für das Gymnasium, Fach Sport

Schicke und zweckmäßige Sportkleidung erhöht die Freude an der Bewegung.
Wenn man schon keine Ski-Stöcke hat, dann hält man sich eben am Pistennachbarn fest.
Fachübergreifender Unterricht: Sport und Musik
Gewöhnungsbedürftig: Jeden Morgen wurde der Pisten-Gott angebetet.
Wenn man sich erst einmal die Übersicht verschafft hat, kann doch kaum noch etwas schiefgehen, oder?
Wir danken dem Erfinder des Schlittens für die Möglichkeit, im Sitzen Skifahren zu können.
Schwarzer Snowboarder auf weißer Piste – so schön können Kontraste sein.

Text: Katja Thiele

Fotos: Ronald Müller

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Der Bundesrat – die zweite Kammer

„Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“ Otto von Bismarck

Es ging aber nicht darum, besser zu schlafen, sondern zu erfahren, wie, wo und durch wen Gesetze zustande kommen. Die erste Kammer, den Bundestag, hatten die SchülerInnen der Klasse 9 bereits im Oktober kennengelernt. Am gestrigen Montag besuchten sie nun die Vertretung der Länder in Berlin. Es blieb dabei nicht bei bloßer Betrachtung des leeren Plenarsaals sowie einigen Ausführungen zum Gebäude und zur Arbeitsweise des Bundesrates. Im Anschluss an selbige durften sich die Neuntklässler selbst als PolitikerInnen ausprobieren und in Gestalt der Vertreter der jeweiligen Landesregierungen über die Frage diskutieren, ob der Führerschein mit 16 in der BRD eingeführt werden soll oder nicht. Mit der für diese Institution üblichen Ruhe, Eleganz und dem entsprechenden Sachverstand wurde das Für und Wider abgewägt. Jedes Bundesratsmitglied, das sich zu Wort meldete, wurde hierbei gehört, und es war schon für alle ein bisschen aufregend, dabei an einem Original-Pult zu stehen und ins Mikrophon zu sprechen. Nach mehreren Abstimmungen entschied man sich mehrheitlich für eine modifizierte Variante des vom Bundesverkehrsminister ins Leben gerufenen Gesetzesvorschlags. In der Realität würde dieser Vorschlag nun dem Bundestag zu den drei Lesungen und der abschließenden Beschlussfassung zugeleitet werden. Für uns endete der Prozess an dieser Stelle mit der Erkenntnis, dass Politik interessanter und bürgernäher ist als von manchem vermutet.

Die 3 tanzenden Grazien, zu denen hier aufgeschaut wird, versinnbildlichen, dass sich in der Politik nur dann etwas bewegt, wenn auch das Volk sich rührt. 
Ein leerer Plenarsaal ist nur mäßig interessant…
…schon besser…
Anträge an das Präsidium werden verfasst und begründet.
Der Bundesverkehrsminister ergreift das Wort und hält eine flammende Rede für die Einführung des Führerscheins mit 16.
Prinzipiell stimmt der Ministerpräsident von Niedersachsen zu, aber einige Änderungen möchte er schon berücksichtigt wissen.
Die Ministerpräsidentin von Bayern sieht die Sachlage ganz anders und sorgt für Diskussionen im Bereich Ökologie.
Höchste Konzentration herrschte bei der Schlussabstimmung.

Text und Fotos: Katja Thiele

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Krankenhaus Havelberg

„Fridays for future – Mondays for Krankenhaus“ Plakatspruch

Der 20.01.2020 war ein trüber, regnerischer Tag. Dennoch zogen viele Havelberger, unter ihnen auch SchülerInnen aller Schulformen, mit Trillerpfeifen und Plakaten zum Havelberger Krankenhaus, um gegen dessen Schließung zu demonstrieren. Auf Schildern und Transparenten wurden die Ängste verdeutlicht, die angesichts der Tatsache, dass das nächste Krankenhaus mehr als 30 km entfernt ist, entstehen. Die elfte Klasse des Gymnasiums hatte im Musikunterricht ein Lied gegen die Schließung geschrieben und mit Musik unterlegt. Die Kunstkurse warteten mit fantasievollen Plakaten auf und alle zusammen zeigten damit Kompetenzen, die unter das Maximalziel des Sozialkundeunterrichts fallen. Der Lehrplan wünscht sich dort wörtlich: „Aktivbürgerinnen und -bürger, die politische Beteiligung als unverzichtbar hohes Gut für sich ansehen und das politische Geschehen aktiv mitbestimmen möchten. Deshalb organisieren sie sich mit Gleichgesinnten, um das für sich als richtig Erkannte auch tatsächlich umzusetzen.“ Da sage noch einer, die Jugend sei egoistisch und interessiere sich nicht für Politik und Gesellschaft!

Havelbergs Jugend Seite an Seite mit älteren Semestern…
… vereint in dem Bemühen um den Erhalt des Krankenhauses.
Auch die Kleinen sind dabei.
Kritik am Primat der Wirtschaftlichkeit auf Kosten der medizinischen Versorgung.

Text und Fotos: Katja Thiele

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Das Krankenhauslied

Woher soll'n wir denn Hilfe kriegen? 
Nach Stendal oder Kyritz fliegen?
Im Notfall willst du auch gerettet werden
und nicht vor dem Altenheim sterben.

Ist Geld der Grund, warum ihr wirklich geht?
Und man in Not vor verschloss'nen Türen steht.
Mensch, macht doch endlich mal die Augen auf!
Ob jung, ob alt, sonst geh'n wir alle drauf.

Heut ist der Tag gekommen,
heut müssen wir uns zeigen,
lasst uns alle kämpfen
für unser Krankenhaus!

Ist Geld der Grund, warum ihr wirklich geht?
Und man in Not vor verschloss'nen Türen steht.
Mensch, macht doch endlich mal die Augen auf!
Ob jung, ob alt, sonst geh'n wir alle drauf.

Heut ist der Tag gekommen,
heut müssen wir uns zeigen,
lasst uns alle kämpfen
für unser Krankenhaus!

Heut ist der Tag gekommen,
heut müssen wir uns zeigen,
lasst uns alle kämpfen für unser Krankenhaus!

Mensch, macht doch endlich mal die Augen auf!
Ob jung, ob alt, sonst geh'n wir alle drauf.
Mensch, macht doch endlich mal die Augen auf!
Ob jung, ob alt, sonst geh'n wir alle drauf.
Mensch, macht doch endlich mal die Augen auf!
Ob jung, ob alt, sonst geh'n wir alle drauf

Text: Musikkurs des Gymnasiums Klasse 11

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Frohe Weihnachten!

Weihnachten 2019 

Der Himmel graut, die Äste tropfen,
schwer hängen Wolken überm Land,
ein Wetter recht zum Sockenstopfen,
vor’m Tore steht die Nebelwand.

Doch drinnen werden emsig, eifrig
die Räuchermännchen wohl befreit
aus ihren Kisten, eng und stickig,
man sieht ganz klar, wie sie das freut.

Nun stehen sie in der Kulisse
aus Kunstschnee, Rentier, Tannenbaum
und sind mit ihren Rauschebärten
herzallerliebst wohl anzuschau’n.

Lebkuchen backen hoch im Ofen,
sie duften süß und warm nach Zimt,
ein Glühwein noch und auf dem Sofa
man nun den Lieblingsplatz einnimmt.

Schon naht heran der Heiligabend,
im Kerzenschein das Bäumchen steht,
man wähnt die Rene draußen traben,
derweil der Winterwind kalt weht.

Schnee gibt’s zwar keinen, doch das stört kaum,
weil es daheim so heim’lig ist,
was bleibt, das ist der alte Wunschtraum
vom Pulverschnee zum heil’gen Christ.
Frohes Fest!

Wir wünschen unseren Schülerinnen und Schülern, dem Lehrerkollegium sowie allen in der Schule beschäftigten Kräften ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns darauf, alle am 07.01.2020 reich beschenkt und gut erholt wiederzusehen.

Ein frohes neues Jahr!

Text und Fotos: Katja Thiele

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Weihnachtsvolleyballturnier

„Gib keinen Punkt freiwillig her.“ 4. Volleyball-Gebot

Traditionell kamen am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien die Klassen 5 bis 12 zusammen, um in unterschiedlichen Altersgruppen um den Sieg in den Disziplinen „Ball über die Schnur“ für die Jüngeren und „Volleyball“ für die Älteren zu kämpfen. Ohne nennenswerte Verletzung wurde im fairen Wettkampf der Schulsieger ermittelt. Mit diesem Titel darf sich im Schuljahr 2019/2020 die Klasse 9 schmücken. Herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank für das Engagement der Klasse 11, die gemeinsam mit den Sportkolleginnen das Event plante bzw. durchführte und sich um das leibliche Wohl der Sportlerinnen und Sportler kümmerte.

Auch Pausen gehören zum Sport.
Früh übt sich, was ein echter Fan werden will.
5. Volleyballgebot: „Schließe immer den Block.“ Das üben wir noch…
„Neuner vor, noch ein Tor!“ – „Seit wann gibt’s beim Halma Elfmeter?“
Die Vorjahressieger betrachten interessiert ihre Nachfolger.

Text und Fotos: Katja Thiele

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Zurück aus Containien!

„Wenn die Schulen zunehmen, dann steht’s wohl im Land.“            Martin Luther

„In Berlin baut ein privater Investor ein Studentenwohnheim aus Frachtcontainern. Die Miete ist doppelt so hoch wie in normalen Wohnheimen. Der Andrang ist groß.“ https://www.zeit.de/studium/uni-leben/2013-09/studentendorf-plaenterwald-wohnen-studieren 

Wir hatten in den vergangenen Monaten genügend Gelegenheit, uns diesbezüglich schon einmal auszuprobieren (da sage noch einer, Schule bereite nicht auf’s Leben vor) und sind nun froh, dass wir pünktlich zu Weihnachten wieder unser Schulhaus beziehen können. Die Zeit im Container war interessant, kommunikativ und auf ihre Art reizvoll, aber es ist schön, jetzt wieder die Ausstattung der Fachräume nutzen und sich auf einem angenehm weitläufigen Pausenareal erholen zu können.

„Big Brother“ auf dem Havelberger Schulgelände
„Tempohome“ der Klassenstufe 5
Innen war es fast gemütlich zu nennen…
…und der Ausblick für die Klassen 9 und 11 war geradezu sensationell.
Aber schön ist es doch, dass man nun wieder die nötigen Utensilien zur Hand hat.

Text und Fotos: Katja Thiele

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Der Polarexpress

„Man sagt zwar ‚Sehen heißt glauben‘, doch manchmal sind die wertvollsten Dinge auf der Welt die, die wir nicht sehen.“            Filmzitat

Am 18.12.2019 hieß es dann: „Abfahrt zum Nordpol“! Pünktlich um 19 Uhr dampfte der Polarexpress mit allen Gästen, die den Weg in die Aula gefunden hatten, los und verzauberte den ein oder anderen so sehr, dass er am Ende glücklich dem Glöckchen lauschte, das nur der hören kann, der an Weihnachten glaubt.

Einige Impressionen des Stückes:

Lieber Papa, sage an, gibt es ihn, den Weihnachtsmann?
Topaktuell und umweltfreundlich – die Bahn als favorisiertes Transportmittel, hier sogar völlig emissionsfrei…
Pyjama-Party im Abteil des Polar-Express‘
Der große Unbekannte auf dem Dach des Zuges
Ein Weihnachtsschlitten in betont schlichter, fast schon Brecht’scher Manier
Ursprünglich hatte Alan Silvestri zur musikalischen Untermalung ein Sinfonieorchester eingeplant, aber in Havelberg klingt es auch mit einem Flöten-Trio ganz nett.
Warum sehen Väter auf Bühnen gern so aus, als seien sie im 9. Monat?

Text: Katja Thiele

Fotos: Lina Reim

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Theater in der Aula

„Prodesse et delectare.“ Wahlspruch der Aufklärung

Unterhalten und belehren möchte das Theater der Aufklärung. Diesen Anspruch hat Theater zuweilen auch heute noch und deshalb füllte sich die Aula des Schulzentrums Havelberg am 16.12.2019 mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9 und 10 aller Schulformen, um ein Stück zu erleben, in dem es um das Schicksal einer jungen Frau ging, die schleichend in die Abhängigkeit gerutscht ist und letztlich den Folgen ihres Drogenkonsums erliegt.

Nach dem Betrachten des Stückes bestand die Möglichkeit, über die Problematik zu diskutieren und mit Hilfe von Rauschbrillen auszuprobieren, wie es sich anfühlt, unter Drogeneinfluss zu stehen. Davon machten einige Teilnehmer Gebrauch. Eine zielführende Diskussion kam leider nicht zustande, was wohl auch der Größe der Gruppe geschuldet war.

Zwei der Schule lange entronnene Schauspielerinnen überzeugten das Publikum als Schülerinnen nicht so ganz.

Text und Foto: Katja Thiele

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Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen

„Arbeit macht frei“ Spruch am Eingangstor des KZ Sachsenhausen

„Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 errichtet. Als Modell- und Schulungslager sowie als Konzentrationslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt nahm das KZ Sachsenhausen eine besondere Stellung ein. Diese wurde dadurch unterstrichen, dass 1938 die „Inspektion der Konzentrationslager“ als zentrale Verwaltungsinstanz für alle Konzentrationslager im deutschen Machtbereich von Berlin nach Oranienburg verlegt wurde.“ (nach https://www.sachsenhausen-sbg.de/geschichte/1936-1945-konzentrationslager-sachsenhausen/  )

Die Jahrgangsstufe 10 besuchte im die Düsternis des Ortes unterstreichenden Monat Dezember die Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen. Vor Ort wurden Vorträge zu Themen wie Dienst in den Arbeitskommandos, Unterbringung und Verpflegung der Häftlinge, pseudomedizinische Versuche an Gefangenen sowie Hinrichtung und Vernichtung durch Arbeit gehalten. Die konkreten Örtlichkeiten vor Augen folgten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen aufmerksam. Von den TeilnehmerInnen wurde die Exkursion später als „einprägsames Erlebnis“ beschrieben, das auch in Bezug auf ihr historisches Verständnis in Erinnerung bleiben wird.

Schülervorträge an historischer Stätte
Das KZ Sachsenhausen wurde in Form eines gleichseitigen Dreiecks errichtet, um die „Geometrie des totalen Terrors“ zu ermöglichen.
Gruppenfoto auf der heutigen Straße der Nationen

Text: Katja Thiele

Fotos: Sabrina Schedler

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