Archiv der Kategorie: Aktuelles

Der letzte Schultag der Abiturstufe

„Abi heute Captain Morgan“ (Abi-Motto)

Nach zwölf Schuljahren, acht davon im Gymnasium, ist es nun geschafft – alle 24 Abiturient*innen haben die Zulassung zu den schriftlichen Prüfungen erhalten und feierten dies gemeinsam mit den jüngeren Mitschüler*innen und dem Lehrerkollegium.

Die Aula des Schulzentrums wurde kurzerhand von allerlei Pirat*innen gekapert, die sich diverse amüsante Schlachten auf den Gebieten Wissen, Können und Geschicklichkeit lieferten.

Klasse 5 tanzt erfolgreich gegen die Piraten an.

Klasse 6 misst sich in beinhartem Zweikampf beim Fingerhakeln…

… und testet die Standhaftigkeit der freibeuterischen Bauchmuskulatur…

… für führende Piraten gelten erschwerte Bedingungen. 🙂

Klasse 8 konnte den Freibeuterinnen nach hartem Duell ein Unentschieden abringen.

Klasse 9 musste knifflige Details der Geschichte gegen eine Übermacht der Pirat*innen verteidigen.

Die Landratten der Klasse 10 hätten ohne fremde Hilfe nie eine Chance gegen das Trio Infernal von der Havel gehabt.

Der Kapitän der Klasse 11 bewies, dass man nicht berechnend sein muss und dennoch rechnen kann.

Alle 24 Pirat*innen der Abiturklasse nach einem gelungenen letzten Schultag.

Wir wünschen euch viel Erfolg bei den Prüfungen!

Text: K. Thiele

Fotos: C. Kowalkowski/K. Thiele

Ostern 2022

Ostergedanken

Vom Geiste befreit erscheint manch Handeln

der Menschen in dieser seltsamen Zeit,

das hat die Welt gebracht so weit,

dass Angst man hat vor Klimawandel,

Krieg, Verderben, Grauen und Leid.

Doch Hoffnung lebt immer, sehet nur,

die Sonn‘ hinter Wolken am dunstigen Himmel,

das erste Grün in der Weite der Flur

und überall ein gar frohes Gewimmel

der Käfer und Bienen und Hummeln,

die summend von Blüte zu Blüte bummeln

und Nektar sammeln, den Pollen auch,

das ist bei Insekten ein uralter Brauch.

Auch die Menschheit hat Frühling so gern,

sie feiert die Auferstehung des Herrn

und hofft, dass die Botschaft, so klar und doch schlicht,

verfehlt ihre Wirkung auf uns alle nicht.

Lasst Frieden uns schließen und immer erhalten,

solang‘ wir auf Erden walten und schalten,

dann können mit Recht sagen Groß und auch Klein:

„Hier bin ich Mensch, und das will ich auch sein.“

 

Wir wünschen allen Schüler*innen, dem Lehrerkollegium sowie allen in der Schule Beschäftigten ein frohes Osterfest und freuen uns auf ein Wiedersehen am 19.04.2022.

Text und Foto: Katja Thiele

Volleyballturnier 2022

„Am Ende kann es nur einen Sieger geben…lasst sie uns vom Platz wegfegen!“ (VB-Motivationsspruch)

Da das traditionelle Weihnachts-Volleyballturnier wiederholt der Corona-Pandemie zum Opfer fiel, entschieden die Elftklässler*innen sich dafür, stattdessen ein Oster-Turnier ins Leben zu rufen. Mit dem Einverständnis der Schulleitung bereiteten sie sich auf das sportliche Event vor und allen Schüler*innen sowie dem Lehrerkollegium ein tolles Erlebnis. Egal, ob als Spieler*innen oder Zuschauer*innen – alle kamen auf ihre Kosten und die Halle tobte dank eifriger Fans über Stunden hinweg. Mit soviel Adrenalin im Blut war Kampfgeist bis zum letzten Ball vorprogrammiert. Für die Fairness des Wettbewerbs spricht, dass es dennoch keine Verletzten, wohl aber strahlende Sieger und stolze Platzierte gab, die mit Urkunden und süßen Präsenten für ihre spielerischen Leistungen geehrt wurden.

Vielen Dank an alle Elftklässler*innen, die mit Elan und guter Laune sowie leckeren Snacks für einen rundum gelungenen Tag sorgten und ganz nebenbei auch noch als Sieger des Turniers nach Hause gingen.

Text: Katja Thiele

Fotos: Christiane Kowalkowski/Katja Thiele

Studienfahrt Brüssel

„Die Geschichte der belgischen Schokolade reicht mindestens 400 Jahre zurück und jedes Jahr werden in Belgien mehr als 173.000.000 kg Schokolade hergestellt.“ (Chocolaterie Ovidias)

In der ersten Aprilwoche erlebten 21 Schüler*innen, zehn davon vom Standort Havelberg, ein Abenteuer der besonderen Art. Gemeinsam mit den Französischlehrerinnen Frau Müller und Frau Herrmann ging es in die Hauptstadt Belgiens, wo man, kaum dass der Check-in in einem Hotel im Industrieschick, früher eine Brauerei, erfolgt war, auch schon damit begann, die wirklich sehenswerte City von Brüssel zu besichtigen und über die Grand Place zu flanieren. Innerhalb der fünf Tage besuchte die Gruppe das EU-Parlament ebenso wie Tim und Struppi (im Comicmuseum!) sowie die Wahrzeichen der Stadt: das Atomium und die Nationalbasilika. Unverzichtbar war natürlich auch eine Exkursion zum Löwenhügel – wer wollte, konnte sich einmal fühlen wie Napoleon, der 1815 hier seine letzte Schlacht schlug und in Waterloo von General Wellington und Feldmarschall Blücher besiegt wurde.

Das absolute Highlight der Fahrt war jedoch der Besuch der Chocolaterie – von den drei „V“ (Vortrag, Vorführung, Verkostung) hatte die Verkostung eindeutig die Nase vorn. Es geht wirklich nichts über belgische Pralinen… außer vielleicht belgische Fritten. 🙂

Vielen Dank an die rührigen Französischlehrerinnen, die den Zehntklässler*innen ein so interessantes und schönes Erlebnis ermöglicht haben!

Text: Katja Thiele

Fotos: Katja Müller

Lockerung Corona-Regeln

Seit dem 02. April gelten deutschlandweit gelockerte Corona-Regelungen. Das Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt hat daher die Vorgaben für die Schulen angepasst.

Wie oft wird in der Schule getestet?

Bis zum 10. April gilt folgende Regelung:

Alle Schüler*innen führen 3 Mal in der Woche –  montags, mittwochs und freitags – vor Unterrichtsbeginn und unter Aufsicht einen Selbsttest in der Schule durch.

Vom 19. April bis 24. April gilt folgende Regelung:

Die Schüler*innen sind verpflichtet, am 1. Tag nach den Ferien und an einem weiteren Tag dieser Schulwoche einen negativen PCR-Test  oder negativen PoC-Antigen-Schnelltest vorzulegen. Alternativ können sich Schüler*innen auch unter Aufsicht in der Schule selbst testen.

Nach dem 24. April entfällt die allgemeine Testpflicht an Schulen.

Muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes entfällt. Es wird jedoch empfohlen, dass Schüler*innen für 5 aufeinander folgenden Tagen auf freiwilliger Basis einen Mund-Nasen-Schutz im Klassenraum tragen, wenn es einen nachgewiesenen Infektionsfall in der Lerngruppe gibt.

Die Schulleitung

Stell dir vor, es ist Krieg…

„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“ J.F. Kennedy

In Europa erleben wir erstmals seit 1945 etwas, was nie wieder geschehen sollte und nun doch wieder entfacht wurde: Krieg. Die russische Armee beschießt seit dem 24.02.2022 Ziele in der Ukraine. Schon jetzt steht fest, dass passiert, was in jeder militärischen Auseinandersetzung unvermeidbar ist: Unzählige Zivilisten werden die Leidtragenden dieses Kriegs sein. Es wird Tote, Verwundete und zahllose Menschen geben, die auf der Flucht in sichere Länder sind. Schnelle Hilfe ist jetzt entscheidend, um all jenen ihr Dasein ein wenig zu erleichtern und sie unserer Verbundenheit zu versichern.

Aus diesem Grund solidarisierten sich auch die Schüler*innen des gymnasialen Standortes Havelberg mit den Betroffenen und haben spontan auf den Aufruf reagiert, Sachspenden für die 2. Hilfslieferung des Biolandhofes Dihlmann aus Iden, die am 13.03.2022 nach Kiew aufbricht, zu sammeln. In sehr kurzer Zeit kamen viele der benötigten Dinge, wie Windeln, Babynahrung und Verbandmaterialien, zusammen. Sie wurden am 10.03.2022 nach Tangermünde transportiert und werden dort an die Verantwortlichen übergeben.

Darüber hinaus überwies die Klasse 9 einen Betrag in Höhe von 150 Euro an das Spendenkonto der Stadt Havelberg, der mit Hilfe eines Kuchen- und Sandwich-Basars erlöst wurde.

Wir sind überwältigt von der Solidarität unserer Schüler*innen und bedanken uns bei ihnen und den sie unterstützenden Eltern sehr herzlich für ihr uneigennütziges und schnelles Handeln.

Katja Thiele im Namen des Lehrerkollegiums

Text und Foto: Katja Thiele

Ukraine-Hilfe

Auch wir vom Diesterweg Gymnasium Tangermünde-Havelberg sind von den Nachrichten und Bildern aus der Ukraine erschüttert und haben uns gefragt, welchen konkreten Beitrag wir leisten können, um die Menschen, die vor Ort in den umkämpften Gebieten ausharren, zu unterstützen.

Der Entschluss fiel schnell: Wir wollen für die 2. Hilfslieferung sammeln, welche der Biolandhof Dihlmann aus Iden (OT Busch) am Montag, dem 13.03.2022, direkt nach Kiew fährt und dort unter der Zivilbevölkerung verteilt. Dort werden vor allem Dinge für die Kleinsten benötigt.

Wir sammeln daher:

  • Windeln in allen Größen
  • Babynahrung (Milchpulver/Milchbrei)
  • Verbandsmaterialien, Verbandskästen (auch abgelaufene)
  • feuchte (Baby)Reinigungstücher, feuchtes Toilettenpapier

 

Abgerundetes Rechteck: Spendenzeitraum: 08.03.-10.03.22 (Dienstag-Donnerstag) WO?: Im Karton vor dem Lehrerzimmer

 

Der Spendenzeitraum ist kurz, doch wir wollen die Herausforderung annehmen und fleißig mithelfen, den Sattelschlepper für die Ukrainer zu füllen!

Vielen Dank für alle Spenden bereits im Voraus!

Organisation: Frau K. Giffei (SOR)

Text: K. Giffei

Aktuelle Corona-Regeln

Eine Übersicht über die ab dem 29. November 2021 geltenden Regelungen zum Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen finden Sie hier:

  • täglicher Selbsttest für alle Schüler*innen täglich vor Unterrichtsbeginn und unter Aufsicht, keine häusliche Testung; bei Nichttestung keine Unterrichtsteilnahme (unentschuldigtes Fehlen)
  • Befreiung von der Testung bei Nachweis über einen negativen PCR-Test oder PoC-Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist oder Befreiung bei ärztlichem Attest
  • keine Testpflicht, aber Empfehlung für Geimpfte und Genesene
  • bei positivem Test Isolierung des/r Betroffenen und Abholung durch die Erziehungsberechtigten/Erlaubnis, allein den Heimweg anzutreten
  • Verpflichtung der Erziehungsberechtigten, einen positiven Covid-19-Verdachtsfall unverzüglich medizinisch abklären zu lassen; Gewährleistung einer zeitnahen PCR-Testung durch eine Bescheinigung der Schule durch eine/n behandelnde/n Arzt/Ärztin oder in einer Fieberambulanz
  • weitere Teilnahme der Schüler*innen der betroffenen Klasse oder Lerngruppe am Präsenzunterricht unter der Auflage, auch während des Unterrichts einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.  =>Aufhebung dieser Verpflichtung durch einen negativen PCR-Test der zuvor positiv getesteten Person
  • Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes im Schulgebäude und im Klassenraum  =>Maskenverweigerer werden nach klärendem Gespräch vom Unterricht ausgeschlossen und fehlen unentschuldigt
  • wochenweise Befreiung vom Präsenzunterricht auf schriftlichen Antrag der Erziehungsberechtigten hin möglich, wenn ein glaubhafter medizinischer Grund vorliegt. Achtung: Es findet kein Distanzunterricht i.e.S. statt. => Keine Befreiung von schriftliche Klassenarbeiten und Klausuren, Schüler*innen können für diese in die Schule bestellt werden.

Bitte beachten Sie, dass es bei geteiltem Sorgerecht einer einvernehmlichen Erklärung der Erziehungsberechtigen bedarf.

Die Schulleitung

 

Mathematikolympiade 2021

Eins habe ich in Mathe gelernt: Geht es zu leicht, ist es definitiv falsch!“ (Postkartenspruch)

Der Beginn des Schuljahres 2021/22 hielt für die MathematikerInnen unseres Gymnasiums gleich eine besondere Herausforderung bereit: Sie durften sich auf der ersten Stufe der Mathematik-Olympiade miteinander messen und hatten die Möglichkeit, sich für die am 10.11.2021 stattfindende zweite Stufe zu qualifizieren. Folgende SchülerInnen des Standortes Havelberg schafften die Qualifikation und wurden dazu von der Schulleitung sowie der Fachschaft Mathematik beglückwünscht.

Erste Plätze: Johannes Heins (Klasse 6), Malina Zehle (Klasse 8), Felix König (Klasse 10)

Zweite Plätze: Paul Ebendorff (Klasse 5), Paul Fahrholz (Klasse 7/2), Joseph Heidel (Klasse 8), Devin Mädel (Klasse 11)

Dritte Plätze: Theresa Klingenschmidt (Klasse 10), Robert Rosenfeld (Klasse 12)Herzlichen Glückwunsch den Siegern und Platzierten.

Text&Foto: Katja Thiele

Junior-Bundestagswahl 2021

„Diese Bundestagswahl ist nicht irgendein Farbenspiel, diese Bundestagswahl ist eine Richtungsentscheidung.“ (Paul Ziemiak, CDU)

Die Bundestagswahl 2021 warf ihre langen Schatten voraus und auch die SchülerInnen des Diesterweg-Gymnasiums wollten nicht zurückstehen und beteiligten sich mit großem Interesse (in Zahlen: 94,12%) an der parallel dazu stattfindenden Juniorwahl. Aber sie beließen es nicht dabei, sondern diskutierten, argumentierten und kommentierten politische Entscheidungen sowie parteiinterne Richtungskämpfe. Wie wichtig ihnen politische Teilhabe ist, beweisen die fundierten Beiträge der ZehntklässlerInnen, die sich mit der Frage auseinandersetzten, wo die Altersgrenze bei Bundestagswahlen künftig zu ziehen sei.

Hier können die Ergebnisse der Juniorwahl des Standortes Havelberg eingesehen werden: BTW-2021

Kommentare zur Herabsetzung des Wahlalters

Sollten Jugendliche wählen dürfen?

Die anstehende Bundestagswahl ist in allen Medien präsent, auch viele junge Menschen äußern ihre Meinungen mit dem Ziel, dass ihre Forderungen erfüllt werden. Allerdings ist nur ein kleiner Teil der Wahlberechtigten 21 oder jünger. Somit stellt sich eine Frage: Ist das jetzige Wahlalter von 18 Jahren angemessen?
Junge Menschen beschäftigen sich seit längeren mit den Problemen der Zukunft, z. B. dem Klimawandel, und versuchen, die Aufmerksamkeit der Erwachsenen, hauptsächlich der Politiker, zu bekommen. Dabei vertreten auch Jugendliche diese Meinungen, die allerdings aufgrund des Wahlalters keine Stimme in der Politik haben. Juniorwahlen, die vor Landtags- und Bundestagswahlen durchgeführt werden, stoßen auf großes Interesse bei den Jugendlichen. Im Gegensatz gibt es allerdings auch desinteressierte Jugendliche, die sich mit dieser Thematik nicht beschäftigen und somit eine Senkung des Wahlalters dazu führen könnte, dass Heranwachsende leicht bei ihrer Stimmabgabe beeinflusst werden können.
Die Parteien selbst haben unterschiedliche Ansichten zur Senkung des Wahlalters, in Bayern wurden verschiedene Kandidaten befragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Freien Wähler, die Grünen und die FDP das Wahlalter auf 16 senken wollen, wie es auch schon bei einigen Kommunalwahlen der Fall ist. Dies begründen sie damit, dass auch die Berufswahl mit 16 Jahren getroffen werde und somit ein Mitspracherecht in der Politik gewährt werden solle. Allerdings müsse eine bessere politische Bildung gewährleistet werden, um tatsächlich eine differenzierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Die CDU und AfD sind für eine Beibehaltung des Wahlalters bei 18 Jahren und wollen im Fall der CDU die Jugendparlamente stärken. Die AfD beruft sich darauf, dass Jugendliche noch kein demokratisches Grundwissen besitzen würden und eine bessere politische Bildung zu einer zu starken gesellschaftlichen Prägung führen würden, die die konservative Partei als negativ ansieht.
Ich bin der Meinung, dass eine Senkung des Wahlalters auf 16 bei einer Verbesserung der politischen Bildung eine gute Möglichkeit ist, Jugendliche stärker in die politische Gestaltung einzubinden. Dabei ist es dann auch wichtig, dass Jugendliche diese Stimme tatsächlich abgeben.

Felix König

Diskurs über das Wahlalter bei Bundestagswahlen

,,Wer sich mit 16,17 für einen Beruf entscheiden kann, sollte in dem Alter auch wählen dürfen.“ sagte die Sprecherin der Grünen Jugend in Freising, Joana Bayraktar. Ob Jugendliche schon in diesem Alter bei Bundestagswahlen wählen sollen dürfen, diskutiere ich in diesem Beitrag. Dass Wählen eine große Verantwortung mit sich bringt, ist einigen Jugendlichen nicht bewusst, auch wenn manche von ihnen bereits einen Beruf wählen müssen. Und diejenigen, die in dem Alter noch keinen Beruf suchen, werden dann etwa von der Wahl ausgeschlossen? Auch das Beeinflussen ist ein wichtiger Punkt, denn die Jugend lässt sich von nahezu allem beeinflussen und so ist es am Ende vermutlich nicht die eigene Wahl gewesen, sondern nur das, was andere wollten. Zudem liegen die Interessen vieler Jugendlicher ganz woanders. So interessieren sie sich zum Beispiel eher für Computerspiele. Man muss aber auch sagen, dass es genauso gut politisch uninteressierte und uninformierte 18-Jährige und politisch interessierte und informierte 16-Jährige gibt. Einige Politiker, wie zum Beispiel Timo Ecker, sind daher der Meinung, dass die Jugend entsprechend auf die Wahl vorbereitet werden muss. Andere, wie Benedikt Flexeder, wiederum sind gegen entsprechende politische Bildung, da zu viel Desinteresse herrsche. Wenn Jugendliche jedoch nicht wählen dürfen, entscheiden andere, wer sie vertritt, und das ist ungerecht. Zudem werden an manchen Schulen Juniorwahlen durchgeführt, bei denen die Ergebnisse, nicht wie erwartet rechts orientiert, ausfielen. Auf Grund der aufgelisteten Punkte bin ich der Meinung, dass Wählen bei Bundestagswahlen ab 16 oder 17 erlaubt werden sollte, besonders, weil es keinen Unterschied macht, ob ich 18 bin und mich Politik nicht interessiert, oder ob ich 16 bin und mich nicht interessiere.

Lena Pieper

Diskurs über das Wahlalter

In diesem Kommentar geht es um die Frage, in welchem Alter der richtige Zeitpunkt zum Wählen ist. In Deutschland hat man im Alter von 18 das Recht, an der Bundestagswahl teilzunehmen. Wäre es vielleicht sinnvoller schon mit 16 oder sogar 14 Jahren wählen zu dürfen? Im Folgenden wird über diese und weitere Fragen diskutiert.                                                                                                                            Als erstes sollte man sich vor Augen führen, dass jeder Mensch das Recht und die Freiheit hat, sich an einer Wahl zu beteiligen. Niemand wird dazu gezwungen, jedoch sollte man sich überlegen, ob man wirklich auf solch eine wichtige Wahl verzichten möchte. Denn Wählen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Zukunft mitzugestalten, heißt es in der Bundestagswahl 2021, bei der es um die „10 Gründe zu wählen“ geht. Dort wird außerdem deutlich gemacht, dass jede Stimme zählt und es im Zweifel sogar von einer Stimme abhängt. Aus diesen Aspekten erschließt sich die Frage, ob man das Wahlalter auf 16 Jahre oder jünger senken sollte, denn auch Jugendliche sollten das Recht haben, über ihre Zukunft zu bestimmen. „Wer sich mit 16, 17 für einen Beruf entscheiden kann, sollte in dem Alter auch wählen dürfen.“, vergleicht Joana Bayraktar, Sprecherin der Grünen Jugend in Freising.                                  Die Junge Alternative Oberbayern, die Jugendorganisation der AfD, lehnt die Senkung des Wahlalters ab, weil viele Jugendliche  „mit 16 weder ein besonderes Interesse an Politik noch das dazugehörige demokratische Grundwissen, um eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen zu können“ hätten . Oskar Lipp steht mit dieser Aussage nicht falsch, aber er vergisst die Jugendlichen, die sich wirklich für dieses Thema interessieren. Eine Statistik der Wahlberechtigten von Aktuell Deutschland zeigt, dass die meisten Wähler in einem Alter von 50 bis 70 und älter mit 56,1% liegen. Die Wahlberechtigten in den Altersgruppen 18 bis 21 sind lediglich 3,6%. Dies zeigt deutlich, dass es für Junge Menschen eine bessere politische Bildung sowie entsprechende Vorbereitung auf die Wahlen geben sollte.                                                                                                    Meine persönliche Sicht auf dieses Thema ist, dass ich auch für die Senkung des Wahlalters bin. Ich finde, 16 ist das richtige Alter, um an den Bundestagswahlen teilzunehmen, da man dort in der Lage ist gewissenhafte Entscheidungen zu fällen. Zudem hat man in diesem Alter ein gewisses Interesse an Politik und Parteien, was ebenfalls hilft bei den Wahlen zu entscheiden.

Anonym

Kommentar zum Wahlalter

Am 26. September findet die nächste Bundestagswahl in Deutschland statt und die Bürger und Bürgerinnen ab 18 haben das Recht ihre Stimme abzugeben. Da stelle ich mir die Frage: „Warum sollten 16Jährige von diesem Recht ausgeschlossen werden?“. Wahrscheinlich weist der Großteil der Bevölkerung auch eine negative Einstellung zu diesem Thema auf. Diese Meinung spiegelt sich in einigen Karikaturen über die Jugend und Wahl wider, in denen bemängelt wird, dass die Interessen der Jugendlichen doch woanders lägen wie bei den Lieblingspopstars oder Computerspielen. Die Verfasser der Bilder stellen 16-Jährige als unverantwortlich und uninteressiert dar. Ich persönlich finde die Aussagen nicht gerechtfertigt und damit teile ich meine Meinung mit der von Kultusminister Michael Piazolo aus Bayern. Auch die meisten Jugendorganisationen der Parteien sind dafür, dass Wahlen ab 16 erlaubt werden sollten. Sie vergleichen die politische Wahl mit der Berufswahl, wenn nämlich ein 16 oder 17-Jähriger in der Lage ist, sich für einen Beruf zu entscheiden und von zu Hause ausziehen, warum sollten sie es nicht auf die Reihe bringen wählen zu gehen? Die Junge Alternative Oberbayern sowie die Jugendorganisation der AfD begründen deren Ablehnung mit dem fehlenden demokratischen Grundwissen, welches für eine gewissenhafte Entscheidung vorhanden sein sollte. Die Lösung für dieses „Problem“ liegt jedoch auf der Hand, wie wäre es, wenn die politische Bildung an Schulen an einer höheren Position stehen würde? Am fehlenden Interesse unserer Jugend liegt es in den meisten Fällen wie gesagt nicht, immerhin sind wir die Generation, die noch länger auf der Erde leben wird. Es gibt viele aktuelle Probleme auf unsere Welt und dagegen müssen und wollen die meisten aktiv etwas tun. Wie man auf Klimastreiks erkennen kann, ist der Großteil der Teilnehmer unter 30 und auch unter 20 und setzt sich dafür ein. Abschließend kann ich sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass Jugendliche, welche sich für unsere Politik interessieren, auch das Recht haben sollten, wählen zu dürfen. Immerhin gibt es genügend Menschen über 18, die politisch nicht so gebildet sind wie Jüngere.

Emily Wienecke

Text und Fotos: Katja Thiele