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Weihnachtstheater 2024

„Chaos im Weihnachtshaus“

betitelten die Elfer ihr selbst verfasstes Stück und nahmen das zahlreich erschienene Publikum mit auf eine aberwitzige und musikalische Reise, bei der der in die Jahre gekommene Weihnachtsmann höchstselbst, seine hyperaktiven Elfen und übergeschnappten Rentiere Abenteuer bestehen, Pannen ausbügeln und nach geplatzten Vorbereitungen des Geschenke-Marathons das Fest der Feste ganz neu definieren mussten. Das Wichtigste aber war die Erkenntnis, dass es Liebe und Freundschaft sind, die Weihnachten zum Fest der Feste machen. Diese Botschaft ist angekommen. <3

Die musikalische Einstimmung…

… vereinte alle Beteiligten und erfreute die Zuhörerschaft.

Die Weihnachtswichtel in Hochform

Rentier Rudolf wünscht sich mehr Anerkennung

Kann jemand mit Heiligenschein wirklich so scheinheilig sein?

Die Freude über den gelungenen Auftritt ist allen ins Gesicht geschrieben. Vielen Dank für eure Mühe und die tolle Idee!

Text und Fotos: K. Thiele

Frau Ho(e)lle

„Keine andere Dichtung versteht, dem menschlichen Herzen so feine Dinge zu sagen, wie das Märchen.“ J. G. Herder

Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm kennt wohl jedes Kind, aber die Bearbeitung durch Schülerinnen der Klasse 11, die nicht nur ein Theaterstück daraus schufen, sondern auch ihre ganz eigene Interpretation einbrachten, machte es umso lohnender, der Einladung in die Aula zu folgen. Für Groß und Klein wurde es ein aufregendes Erlebnis, denn Frau Ho(e)lle, die Herrin über Himmel und Hölle, lotete das Seelenleben der beiden im Brunnen ertrunkenen Maries intensiv aus. In der Folge entwickelte sich die fleißige Marie zu einer selbstbewussten jungen Frau, die ihrer sie knechtenden Familie Paroli bieten kann und will, während ihr faules Pendant erkannte, welch negative Rolle sie bislang im Leben ihrer Schwester gespielt hat.  Mit einer zweiten Chance versehen werden beide auf eigenen Wunsch zur Erde zurückgebracht und finden  nach heftigem Schlagabtausch gemeinsam mit ihrer Mutter zu einer Familie zusammen, in der gegenseitiger Respekt und Liebe das Fundament der Beziehung bilden. Schöner kann man Weihnachten nicht einleiten. 🙂

Vielen Dank an alle fleißigen Mitwirkenden aus den Klassen 5/1 und 11 auf, vor, hinter und neben der Bühne für den schönen Abend und den angenehmen Aufenthalt im „Theaterrestaurant“.

Kommissar Hans und die Kinder auf der Suche nach der fleißigen Marie, die beim Versuch ihre Spindel zu retten, in den Brunnen gefallen ist.

Die faule Marie stolpert über die von ihr so genannten „Rotzgören“ und fällt ebenfalls in den Brunnen.

„Wahnsinn warum schickst du mich in die Hölle?“ – (k)eine berechtigte Frage…

Unser Backgroundchor mit seinem großen Auftritt: „Hölle-Hölle-Hölle-Hölle!“

Applaus genießen will auch gelernt sein.

Ein Abgang nach Maß

Text und Fotos: K. Thiele

Weihnachtsstück 2023

„Kikeriki, Kikeriki, unsere Goldmarie ist wieder hie“ (Hahn aus dem Märchen „Frau Holle“)

Nach jahrelanger coronabedingter Abstinenz wird es in diesem Jahr endlich wieder ein Weihnachtsstück der 11. Klasse geben. Die Proben laufen bereits auf Hochtouren. Parallel dazu wird fleißig an der Ausstattung des Bühnenbildes gearbeitet. Wer Lust hat, „Frau Ho(e)lle“ persönlich kennenzulernen, ist herzlich eingeladen, am 19.12.2023 um 18 Uhr in der Aula dabei zu sein, wenn der Klassiker der Brüder Grimm in der Bearbeitung des Regie-Teams der Klasse 11 auf die Bühne gebracht wird. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Eintritt frei, Bezahlung bei Austritt.

Hier schon einige Impressionen vorweg:

Zwei ungleiche Schwestern…

… mit einem Hang zum Baden in Pappkarton-Brunnen.

Goldmaries Verehrer im Gespräch mit seiner Schwiegerstiefmutter – oder Stiefschwiegermutter?!

Apfelbäume, die sprechen (und gleichzeitig Rosenblüten tragen)

Frau Ho(e)lle in Aktion!

Pech gehabt, Marie

Text und Fotos: K. Thiele

Effi Briest als Theaterstück

„Mich ekelt, was ich getan; aber was mich noch mehr ekelt, das ist eure Tugend. Weg mit euch. Ich muss leben, aber ewig wird es ja wohl nicht dauern.“ Effi Briest

Theodor Fontane (1819-1898) gilt als einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Realismus. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Roman „Effi Briest“, in dem die Geschichte der Elisabeth von Plotho, verh. von Ardenne, künstlerisch bearbeitet wiedergegeben wird. Dieses Buch wurde von Hilke Bultmann in eine Bühnenfassung gebracht und im Fontanejahr 2019 von Jule Kracht für das Theater der Altmark in Stendal inszeniert. Auf die Frage, welche Rolle der Roman für sie spiele, antwortete sie: „Ich hatte große Schwierigkeiten mit dem Buch. Ich habe damals (in der Schule) einfach keinen Zugang zu dem Stoff bekommen. Jetzt kam die Regie-Anfrage aus Stendal und ich dachte, warum nicht. Für mich ist das eine Herausforderung, weil ich es auch für jüngere Zuschauer so erzählen will, dass sie verstehen, was Fontane gemeint hat.“ Das ist ihr auf jeden Fall gelungen; die gezeigte Version überzeugte die Oberstufe des Havelberger Gymnasiums und schuf ein interessantes Crossover der Genre Dramatik und Epik. Die alte Geschichte – junge Frau wird an deutlich älteren Mann verheiratet, hat eine außereheliche Affäre, wird verstoßen und stirbt vom eigenen Kind entfremdet lange vor ihrer Zeit – wird pointiert vor überzeugender Kulisse erzählt. In einer Umgebung zementierter Grundsätze stellen sich Effi und damit natürlich auch dem Publikum die überzeitlichen Fragen nach Glück, Moral, nach persönlicher Freiheit und Anpassungsdruck, die jeder nur für sich selbst beantworten kann. Alles andere wäre ein zu weites Feld…

Gerade noch rechtzeitig eingetroffen! Smartphone aus und Vorhang auf.
Effi Briest ist eine der letzten Aufführungen des Stendaler Theaters, bevor es im Januar 2020 aufgrund einer energetischen Sanierung vorübergehend geschlossen wird.

Text und Fotos: Katja Thiele

Der Nussknacker – ein Weihnachtsstück für Havelberg (Einladung)

„König Nußknacker, so heiß ich. Harte Nüsse, die zerbeiß ich. Süße Kerne schluck ich fleißig; Doch die Schalen, ei, die schmeiß ich Lieber andern hin, weil ich König bin.“ (Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Das Kunstmärchen von Nussknacker und Mausekönig erschien 1816 in Berlin und erfreut bis heute als Text, Film oder Ballett Kinder und Erwachsene zur Weihnachtszeit. Eine heitere Neuauflage des klassischen „Nussknackers“ ist

am Donnerstag, dem 14.12.2017,

um 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)

in der Aula des Schulzentrums Havelberg

zu erleben. Die ElftklässlerInnen erwarten ihre Gäste schon mit Vorfreude. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden für den Abi-Ball 2019 wird gebeten.

Für Neugierige folgen hier einige Impressionen von den Proben.

Fotos: Katja Thiele