Wasserlager 2026 – fünf Tage auf und neben dem Wasser

Für 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 aus Tangermünde und Havelberg begann das neue Schuljahr direkt mit einer besonderen Woche. In der letzten Augustwoche ging es für fünf Tage auf die Spülinsel nach Havelberg. Statt Unterricht im Klassenraum standen Kanufahren, gemeinsames Arbeiten und das Leben in der Gruppe auf dem Programm.
Auch das Wetter spielte mit. Bei viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen waren die Bedingungen für die verschiedenen Einheiten auf dem Wasser nahezu ideal. Im Mittelpunkt stand natürlich das Kanufahren. Beim Zeitfahren, bei Wendemanövern und weiteren technischen Übungen konnten die Schülerinnen und Schüler zeigen, wie sicher sie inzwischen mit dem Kanu umgehen.
Ein wichtiger Bestandteil des Wasserlagers waren in diesem Jahr die Rettungsübungen. Dazu gehörte auch das kontrollierte Kentern. Dabei ging es vor allem darum, in einer solchen Situation ruhig zu bleiben, richtig zu reagieren und sich gegenseitig zu helfen. Anders als im vergangenen Jahr gab es diesmal keine abschließende Klausur. Stattdessen wurde stärker darauf geachtet, wie sicher das Gelernte praktisch umgesetzt werden konnte. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Insgesamt fünfmal wurde die Note sehr gut vergeben.
Eine der anstrengendsten Aufgaben der Woche war wieder die Tagesetappe nach Nitzow. Dabei waren vor allem Ausdauer und Durchhaltevermögen gefragt.
Zum Wasserlager gehört aber nicht nur der Sport. Während der fünf Tage mussten die Jugendlichen auch viele Aufgaben übernehmen, die sonst im Schulalltag kaum eine Rolle spielen. Es wurde gemeinsam gekocht, aufgeräumt, Material vorbereitet und der Tagesablauf organisiert. Damit alles funktionierte, musste jeder seinen Teil übernehmen. Die diesjährige Gruppe zeigte sich dabei sehr zuverlässig und ruhig, was zu einer angenehmen Stimmung während der gesamten Woche beitrug.
Gerade diese gemeinsamen Aufgaben machen das Wasserlager zu mehr als einer reinen Sportwoche. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht aufeinander zu nehmen und Aufgaben selbstständig zu erledigen. Gleichzeitig zeigt sich bei längeren oder anstrengenden Einheiten, dass man manchmal einfach weitermachen muss, auch wenn es gerade nicht leichtfällt.
Begleitet wurde die Woche von Herrn Müller, Herrn Bünger, Herrn Wagnitz sowie einer Praktikantin. Besonders erwähnenswert ist auch in diesem Jahr der Einsatz von Herrn Wagnitz. Obwohl er inzwischen nicht mehr als Lehrer an unserer Schule tätig ist, unterstützte er das Wasserlager erneut in seiner Freizeit. Dafür gebührt ihm ein besonderer Dank.
Nach fünf Tagen gingen viele Eindrücke mit nach Hause. Neben den sportlichen Erfahrungen werden wahrscheinlich vor allem die gemeinsamen Erlebnisse, die Herausforderungen auf dem Wasser und das Zusammenleben als Gruppe in Erinnerung bleiben.
Text und Foto: F. Bünger