Exkursion Klasse 9

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ Winston Churchill

Getreu dem ehemaligen Slogan des Landes Sachsen- Anhalt standen wir am 27.08.2026 früher auf und fuhren in die Landeshauptstadt Magdeburg, wo uns ein umfangreiches Programm erwartete. Zunächst besuchten wir das Herz der Landespolitik – den Landtag, der sich uns aufgrund der Abwesenheit aller Politiker, die sich auf Wahlkampftour befanden, als große Baustelle offenbarte. Dennoch konnte man erahnen, welch hitzige Debatten im Plenarsaal, den man übriges jederzeit besuchen darf, zuweilen stattfinden. Derzeit wird an der Bestuhlung gearbeitet, die nach den am 6.9. stattfindenden Wahlen an die neuen Abgeordnetenzahlen angepasst wird.

Nachdem wir uns also vor Ort über die Bedeutung der Demokratie informiert hatten, fuhren wir ins ehemalige Stasi-Gefängnis am Moritzplatz. In der Gedenkstätte wurde uns klar, was es bedeutet, in einer Diktatur zu leben. Davon hatte Deutschland im 20. Jahrhundert gleich zwei und wir waren sehr froh, diese Zeiten nicht miterlebt zu haben. Der Spruch an der Eingangstür: „Grundsätzlich kann von jedem Beschuldigten ein Geständnis erlangt werden.“, ließ bei einigen von uns ein flaues Gefühl im Magen aufkommen, das sich angesichts des Zellentraktes und der Freigangskäfige noch verstärkte, vor allem, weil der Mann, der uns durch das Gefängnis führte, früher selbst dort eingesessen hatte.

Insgesamt war die Exkursion sehr informativ, aber auch sehr lang. Beim nächsten Mal könnte man jedem Ort einen eigenen Besuchstag sowie ausreichend Vor- und Nachbereitungszeit widmen, um alles verstehen zu können. Vielen Dank an Frau Boyken, die uns als Elternvertreterin begleitete.

Wir betreten den Landtag durch die Hintertür.

Jede/r kann einen Besucherausweis bekommen und den Sitzungen beiwohnen.

Das LSA zur Zeit der DDR-Gründung. Havelberg gehörte noch nicht dazu.

Der Politiker-Nachwuchs nimmt Aufstellung.

Zumindest auf der Tribüne gibt es noch Sitzplätze.

Im Plenarsaal herrscht Leere – aber nicht das Ende der Demokratie.

Bald wird der neue Landtag hier erstmals zusammentreten.

Zeitreise in die DDR

In der Verhörzelle

U-Haft in der DDR: Mehrere Monate waren möglich.

Heute stehen die Türen offen.

Freigang war nur einzeln und für 20 Minuten erlaubt.

 

Text und Fotos: K. Thiele

 

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